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Diese Fehler werden bei Hochwasser immer wieder gemacht

18 Aug, 2022

Diese Fehler werden bei Hochwasser immer wieder gemacht

Überschwemmungen gehören zu den häufigsten und zugleich verheerendsten Naturkatastrophen – sie richten Schäden in Millionenhöhe an und gefährden Leben, Häuser und ganze Gemeinden. Trotz aller Bemühungen von Rettungskräften, Behörden und Anwohnern passieren im Ernstfall immer wieder vermeidbare Fehler, die die Folgen der Katastrophe noch verschlimmern. Damit Sie im Ernstfall vorbereitet sind, zeigen wir Ihnen hier die häufigsten Fehler bei Hochwasser – und wie Sie diese vermeiden können:

  1. Zu langes Zögern bei der Evakuierung:
    Viele Menschen warten zu lange, bis sie ihr Zuhause verlassen – oft aus Sorge ums Hab und Gut oder aus Unsicherheit. Doch in einem gefährdeten Gebiet ist eine frühzeitige Evakuierung entscheidend. Legen Sie rechtzeitig fest, welche Route Sie nehmen, wohin Sie gehen und welche wichtigen Dokumente oder Gegenstände Sie mitnehmen wollen. Wenn die Behörden zur Evakuierung raten: Zögern Sie nicht – gehen Sie!
     
  2. Die Wucht des Wassers unterschätzen:
    Wasser ist mächtig – schon wenige Zentimeter genügen, um Fahrzeuge außer Kontrolle zu bringen oder Fundamente zu unterspülen. Widerstehen Sie der Versuchung, überflutete Straßen zu überqueren – weder zu Fuß noch mit dem Auto. Die Gefahr ist größer, als viele denken.
     
  3. Sperrungen missachten:
    Straßensperrungen während einer Überschwemmung sind keine Empfehlung, sondern Lebensretter. Überflutete Wege können instabil oder unsichtbar unterspült sein. Wenn Sie eine gesperrte Straße sehen: Wenden Sie umgehend – es lohnt sich nicht, Risiken einzugehen.
     
  4. Keine Vorbereitung auf Stromausfälle:
    Bei Hochwasser sind längere Stromausfälle keine Seltenheit. Halten Sie deshalb Notstromquellen wie batteriebetriebene Lampen, Powerbanks oder einen Generator bereit. Auch Lebensmittel, Trinkwasser und wichtige Medikamente sollten für mehrere Tage vorrätig sein.
     
  5. Das eigene Eigentum nicht rechtzeitig sichern:
    Wer in hochwassergefährdeten Gebieten lebt, sollte vorbeugen: Bringen Sie Sandsäcke an, nutzen Sie mobile Hochwasserschutzwände oder schützen Sie Kellerschächte. Wichtige Elektrogeräte, Dokumente oder Möbelstücke sollten auf höhere Etagen gebracht werden, um Schäden zu vermeiden.
     
  6. Versorgung nicht abschalten:
    Vor einer Evakuierung sollten Strom, Gas und Wasser abgestellt werden. Das schützt Ihr Zuhause vor Folgeschäden – und minimiert das Risiko von Kurzschlüssen, Bränden oder Explosionen.
     
  7. Schimmelgefahr unterschätzen:
    Schimmel breitet sich nach einem Hochwasser oft rasend schnell aus – schon nach 24 bis 48 Stunden. Reinigen und trocknen Sie betroffene Räume so schnell wie möglich. Tragen Sie dabei Handschuhe, Maske und lüften Sie gründlich. Schimmel kann langfristige gesundheitliche Probleme verursachen.
     
  8. Schäden nicht rechtzeitig prüfen:
    Nach dem Rückgang des Wassers ist eine gründliche Prüfung unerlässlich. Kontrollieren Sie tragende Wände, Stromleitungen, Wasseranschlüsse sowie technische Geräte auf Schäden. Lassen Sie bei Unsicherheit Fachleute hinzuziehen.
     
  9. Unzureichender Versicherungsschutz:
    Viele Betroffene stellen erst nach dem Hochwasser fest, dass ihre Versicherung keine Flutschäden abdeckt. Prüfen Sie frühzeitig, ob Sie über eine passende Hochwasserversicherung verfügen – inklusive Schutz für Hausrat, Gebäude und ggf. temporäre Unterbringung im Notfall. Ein ausreichender Versicherungsschutz kann im Ernstfall entscheidend sein.

Wir werden hier in Kürze weitere Tipps und Hinweise veröffentlichen – bleiben Sie informiert und handeln Sie rechtzeitig. Vorbereitung ist der beste Schutz.